HHK: Stell dich doch bitte mal vor. Seit wann machst du Musik und welche Funktion hast du bei Mala Hierba?
Aloha, ich bin Matt Winter, Sohn einer New Yorkerin und eines Franken. 23 Jahre sind seit meiner Geburt in´s Land gezogen und Wohnhaft bin ich seit 4 Jahren in Frankfurt am Main. Musik mache ich seit mittlererweile 16 Jahren, was ich hauptsächlich meinen Eltern zu verdanken habe, die mich bereits im zarten Alter von 7 Jahren mit einem Klavier samt Klassischer Ausbildung beglückten. Mit 15 gings dann mit Beats fabrizieren weiter, was seitdem mein einziges Hobby/meine einzige Interesse war und das ich derzeit zu meinem Beruf ausbaue, durch meine derzetige Position in einem Tonstudio in Frankfurt.
Mala Hierba... wie soll ich sagen, ist eben ein beträchtlicher Teil von mir, und ich bin ein Teil von Mala Hierba, da hilft man sich gegenseitig wo man kann. Derzeit beispielsweise bin ich für das Veredeln von Pit´s Vocals zuständig und werde ihm auch ein paar Tracks auf dem Album mischen. Das gleiche wird auch mit Sush´s Album passieren, and so on.... ansonsten gebe ich ab und an mixing-tips an tomoe und bin mir oft nicht sicher, ob er nur aus Höflichkeit nicht sagt "das weiß ich doch!" :)
HHK: Wie würdesten du deinen Sound bzw. deinen Stil beschreiben und was waren dabei deine (musikalischen) Einflüsse?
Da tu ich mich ehrlich gesagt etwas schwer. Ich höre immer wieder den Begriff "Oldschool", wobei damit fälschlicherweise die Ära , die etwa vor 10 Jahren
"endete" gemeint ist. Meine Grundsätze sind etwa, das Teil muß Groove haben das es kracht, die Bassdrum muß knackig sein, die Bassline fließen und die Snare klatschen. Mit Claps und der heutzutage gängigen "Club-musik" kann ich mich seltsamerweise nicht wirklich anfreunden. Meine Einflüsse sind dabei ziemlich breit gefächert. Bei Amerikanischem Hip Hop geht das von A wie Artifacts bis W wie Wu Tang (Enter The Wu Tang, 36th Chamber). Im deutschsprachigen Raum habe ich vor allem zu den Stieber Twins aufgeschaut, mir gefielen auch der Flair der ersten Fanta 4 Scheiben. Meine Musik selbst ist jedoch hauptsächlich von Jazz und Funk geprägt.
HHK: Was kann man von dir 2006 erwarten?
Ne ganze Menge! Zumindest tu ich das. 2006 kann man sagen, wird im prinzip nach all den Jahren mein "Coming Out" sein. Dieses Jahr gebe ich erstmals meine Sachen aus der Hand. Ich denke die Zeit dafür ist langsam reif, oder besser gesagt, die Beats sind langsam ausgereift.
Das Meiste wird sich im Land der beschränkten Politik (fängt mit A an) abspielen, alles Andere bei Malahierba und ein paar Leuten aus Frankfurt und Umgebung,
eventuell wird´s noch eine EP geben, wo u.A. Sheep, Gregpipe, Kespa&Tobi, Aleon X, King Louis, Plasti, Damn, Kaspah, Burnart, Pit Valid, Sush und Pornohandsome drauf zu hören sein werden, aber das hängt im Moment noch in der Luft, aus zeitlichen Gründen, der Ein oder Andere wird es kennen, im Studio ist die Hölle los.
In diesem Sinne, frohes Neues.
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