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CJ von Rapsoul im Interview

Ein bisschen verspätet kommt nun das lang ersehnte Interview mit CJ von Rapsoul online. In Kürze releasen die Jungs ihre neue, 3. Single "Du & Ich". Wir sprachen mit dem Sänger der Crew über den Werdegang von Rapsoul, ihrer Tour und vielem mehr! Viel Spaß beim lesen...

Exclusive ShoutOut von Rapsoul für HipHopKultur.com

HHK: Hi CJ! Na, alles klar bei dir? Was macht ihr im Moment?

CJ: Im Moment geb ich ein Interview und es ist alles klar bei mir. Wir sind viel unterwegs. Wir sind auf Promotour gewesen, haben Autogrammstunden gegeben, haben auch vor den Autogrammstunden Live-Auftritte mit zwei bis drei Songs gemacht... Und wir sind eben viel unterwegs, deswegen wurde auch die Tour verschoben.

HHK: Du wirst es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Leute die „Rapsoul“ nicht kennen. Deshalb stell’ euch doch noch kurz vor und sag’ vielleicht auch, wie es überhaupt zum Bandnamen „Rapsoul“ (und was ihr damit verbindet) kam?

CJ: Also Rapsoul... Ich bin der CJ und übernehme die Gesangsstimme bei Rapsoul. Jan und Steve sind die Rapper. Wie es dazu kam? Wir haben uns vor 'nem Plattenalden kennengelernt, vor knapp drei Jahren und die Chemie hat gepasst. Wir haben dann das erste Demo zusammen erstellt und diese dann an Nachtwandler weitergereicht. Die haben dann mit uns zusammen das Beste draus gemacht... Und die Leute, die uns noch nicht kennen bisher werden uns sicherlich auch noch kennen lernen.

HHK: In letzter Zeit ging’s bei euch ja ziemlich heiß her. Wie war für euch (auch gefühlsmäßig) die Zeit seit dem großem Erfolg von „Verzweifelt“ und damit der Sprung vom „Underground“ in den „Mainstream“?

CJ: Also ich fühl mich auf jeden Fall sehr gut zur Zeit, da unser Traum wahr wurde. Natürlich ist es auch immerwieder schön, was Neues zu sehen. Man hat sich ja im Voraus schon gedacht, wie das so sein könnte, wenn man in der Öffentlichkeit steht... Aber vom Gefühl her ist das schon gut, nur manchmal zieht es auch negative Sachen mit sich, weil zuviel Leute mit dir mitreden können und versuchen dir was zu sagen und mit auf den Weg zu geben, was nicht immer gut ist. Aber meistens sind das doch eher gute Sachen... Und sonst fühl ich mich eigentlich ganz gut.

HHK: Wie war die Resonanz in eurem eigenem Umfeld und Freundeskreis auf den Erfolg und auch auf das Album?

CJ: Also ich habe auf jeden Fall nur Liebe von den Leuten bekommen. Manchmal kam es mir teilweise so vor, alsob das nicht ernstgemeint war, aber sonst ist eigentlich alles ganz gut. Ich hab Leute, die hinter mir stehen, und auch bereits vor dieser Zeit hinter mir standen. Und die Leute, die jetzt dazukommen, da habe ich schon ein Auge drauf.

HHK: In „Verzweifelt“ heisst es: „Ich will fremde Herzen erreichen, will breite Massen bewegen will denjenigen, denen etwas fehlt, etwas von mir geben will, dass Menschen über meine Musik reden und sie lieben will, dass jeder meine Songs kennt – von Norden bis in den Süden“.
Findet ihr, dass ihr das schon erreicht habt? Wenn ja: Wie fühlt man sich dabei?

CJ: Also wir haben auf jeden Fall schonmal einen Teil davon erreicht und man fühlt sich auch gut dabei. Aber es ist auch noch ein weiter Weg, da wir noch Newcomer sind, und wir hoffen natürlich weiterhin dabei zu bleiben.


CJ

HHK: Kann man von den Geschichten in „Verzweifelt“ von realen sprechen, d.h. wurdet ihr von Personen die selbst so etwas erlebt haben inspiriert oder handelt es sich hierbei und reines Storytelling?

CJ: Es ist auf jeden Fall was Echtes. Das sind wir, das ist unser Umfeld, von dem wir erzählen. Aber ich würd sagen, dass es auch Storytelling ist, weil wir da einfach ein gutes Storytelling draus machen.

HHK: Eure „unbeschreibliche“ Tour wurde ja auf September verschoben! Wie kam es dazu? Wie waren bisher die Reaktionen der Fans?

CJ: Also die Fans haben fast nur positiv darauf reagiert. Viele waren auch enttäuscht, aber als sie erfuhren, dass die Karten doch gültig sind, waren sie wieder happy. Und sie verstehen es auch, weil wir ja selbst mit solch einem krassen Erfolg nicht gerechnet haben. Wir wollten es zwar immer so, aber wer hätte ahnen können, dass es so schnell kommen würde. Keiner von uns hat mit sowas gerechnet, und deswegen ist es auch gut, dass es bis zum September hin verschoben wurde, weil wir eben viel unterwegs sind wegen Promotour und TV-Shows. Das gute ist auch, dass wir mehr Zeit für uns haben und auch eine dritte Single veröffentlichen können - die wir vielleicht so oder so veröffentlicht hätten - aber dadurch, dass es verschoben wurde, können wir vielleicht noch mehr machen und noch mehr reissen.

HHK: Bleiben wir kurz beim Thema Tour: Ihr wart ja schon als Support mit den Backstreet Boys auf Tour? Was erhofft ihr euch von den kommenden Gigs als „Headliner“?

CJ: Also die Backstreet Boys war sehr geil. Wir haben viel erreicht und viele Fans dadurch gewonnen. Jetzt als Headliner ist es natürlich besser für uns, weil wir den Leuten zeigen können, wer wir sind. Und das nicht nut mit 6 Songs oder so, sondern auch mal mit einer Show, die dann eine oder einundhalb Stunden gehen kann. Es ist halt einfach so, die Leute kommen wegen dir da hin, die können deine Lieder mitsingen und das ist einfach jiggy…

HHK: Wie kam es eigentlich zum dem Signing bei Supersonic Records / Sony BMG?

CJ: Wie kam es dazu? Weil wir gute Musik gemacht hatten, weil wir Vitamin B hatten, und weil wir einfach wir sind. Wir sind keine gecastete Band, sondern wir haben die Songs einfach gemacht und dann irgendwann gesagt, okay, es ist unsere Zeit, wir packen unsere ganzen Gefühle zusammen und versuchen was Geiles zu erschaffen. Und wir haben das dann zu Plattenfirma hingeschickt. Meistens denkt man sich das wird eh nicht genommen, oder garnicht erst angehört, aber wir haben das hingeschickt, auch über andere Wege, jetzt nicht per Post *lacht*, und es hat dann einfach gepasst. Das war der richtige Zeitpunkt am richtigen Ort


Rapsoul

HHK: „Unbeschreiblich“ - Einstieg in die deutschen Charts: Platz 18 & Platz 1 in den Bravo Charts. Hättet ihr damit gerechnet?

CJ: Ja! *lacht*. Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber wir wussten ja, dass wir gut sind. Bei uns war immer der Gedanke: Wenn wir mal die Möglichkeit haben, uns und unsere Musik zu presentieren, dass es auf jeden Fall eine Platz 1 - Qualität hat. Das sagt aber auch jeder Künstler von sich. Aber wirklich in diesem kurzen Zeitraum haben wir nicht damit gerechnet. Man kann sowas nicht ahnen, und man kann mit sowas nicht rechnen, es kommt einfach.

HHK: Bisher waren eure veröffentlichten Tracks alle samt eher gefühlvoll und emotional. Was inspiriert euch dazu, solche Texte zu schreiben und könntet ihr euch vorstellen mal eher in die Richtung „Battle-Rap“ zu gehen?

CJ: Also es ist auf jeden Fall unser Leben, kann ich immerwieder sagen, und eben auch der Lebensstil, den wir haben. Deswegen sind die Songs auch gefühlvoll, aber es sind ja auch zum Beispiel Party-Tracks dabei. Aber ich selbst würde auch Sätze, die drauf sind nicht als Battlerap bezeichnen, weil ich einfach nicht derjenige bin, der rausgeht und auf einen harten Beat irgendwie jemanden zurückdisst, weil er mich gedisst hat. Ich würd das einfach schön verpacken, und derjenige, der damit gemeint ist, weiss das dann auch schon... er würde es fühlen, aber ich würde das nicht so als Battlerap bezeichnen. Also Battlerap - eher Nein!

HHK: Seht ihr euch persönlich als Hip-Hopper/ Rapper? Das heißt fühlen ihr euch mit dem "Rap-Buiz" in Deutschland verbunden, oder wollt ihr in erster Linie einfach nur Musik machen und das ganze Hip-Hop Ding mal weglassen?

CJ: Also ich will auf jeden Fall Musik machen und den Leuten zeigen, wer ich bin und wer wir sind. Ich fühle mich auf jeden Fall als Hip-Hopper, weil ich Hip-Hopper bin. Ich bin damit aufgewachsen, ich hab das Blut in mir und mit dem deutschen würde ich das eher nicht so verbinden. Obwohl ich hier in Deutschland aufgewachsen bin und das ganze mitbekommen habe, sind das einfach die Moves, die auch in Amerika passieren, so seh ich den Hip-Hop. Was hier in Deutschland ist, ist nur ansatzweise so, wie es wo anders ist... sogar Frankreich ist weiter als Deutschland.

HHK: Kann man seine Zukunft heutzutage auf die Musik stützen, oder habt ihr noch eine Absicherung, falls es nicht klappen sollte?

CJ: Heutzutage kann man sich nur auf sich selbst stützen.

HHK: Wie fühlt man sich nun nach zahlreichen Besuchen bei Viva, Werbung bei RTL 2 etc.? Seht ihr diesen Aufstieg und die damit auftretenden Aufgaben als positiv, oder zeigt sich schon die "Kehrseite der Medaille"?

CJ: Man fühlt sich auf jeden Fall sicher und ich genieße jeden Moment, wo ich bei Viva oder anderen TV-Shows bin. Es ist einfach ein geiles Gefühl und ich seh es positiv. Das negative werde ich dann erleben, wenn es soweit ist.

HHK: Machen wir noch ein kurzes Brainstorming:

- Unbeschreiblich

CJ: Gut!

- HipHopKultur

CJ: Da geht noch was

- Nachtwandler

CJ: Okay, ganz ehrlich: Nur Liebe

- Frankfurt

CJ: Scheiss auf Frankfurt, Aschaffenburg rulez *lacht*

- Dreckskind & Pechvogel

CJ: War mal lustig.

HHK: Kommen wir langsam zu Schluss. „Verzweifelt“, „Gott schenk ihr Flügel“, was kommt als nächstes? Dürft ihr da schon etwas verraten? Außerdem: Stehen für 2006 auch noch andere Projekte (vielleicht sogar ein 2. Album) an?

CJ: Also ich kann nur soviel verraten: Es wir auf jeden Fall ein Hit *lacht*. Lasst euch überraschen und ihr entscheidet dann selbst, ob ihr die selbe Meinung habt, wie ich. Man kann auf jeden Fall noch eine Menge von uns erwarten. Es wir auf jeden Fall noch ein zweites Album kommen, noch mehr Singles, hoffentlich auch noch mehr Hits und es wird auf jeden Fall noch eine gute Rapsoul-Zeit kommen. Also bis bald...

HHK: Wir bedanken uns recht herzlich für das Interview und wünschen euch natürlich auch weiterhin viel Erfolg!



Einfach eine E-Mail (gewinnspiel@hiphopkultur.com) mit dem Betreff "Rapsoul" und einer kurzen Begründung warum ausgrechnet DU die Single oder ein Shirt gewinnen sollst. Wichtig: Auch T-Shirt Größe mit angeben!!!

Einsendeschluss ist der 15.07.2006

PS: Die Singles sind natürlich HANDSIGNIERT!

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Besucht für weiter Infos auch die:

Offizielle Homepage von RAPSOUL

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